Allgemeine Informationen:
Wer mehr über uns als Unternehmen erfahren möchte, findet in der Rubrik Unternehmen einige Informationen zu uns, unseren Gesellschaftern und auch unserer Unternehmensgeschichte.
Wasserversorgungsgebiet:
Unser Versorgungsgebiet erstreckt sich von Duisburg über Moers, Rheinberg und Kamp-Lintfort bis nach Rheurdt, Kerken und Issum. Dabei übernehmen wir die Rolle des sogenannten Vorversorgers und übergeben das Trinkwasser an definierten Übergabestellen an unsere Kundinnen und Kunden (meist Stadt- oder Gemeindewerke). Diese verteilen das Trinkwasser wiederum weiter an die Haushaltskundinnen bzw. -kunden. Insgesamt werden so rund 150.000 Menschen, Gewerbe und Industrie mit Trinkwasser aus den Wasserwerken des WVN versorgt.
Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung:
Das von uns aufbereitete Trinkwasser wird als Uferfiltrat beeinflusstes Grundwasser im Binsheimer Feld gewonnen. Zur Förderung des Rohwassers stehen eine Vielzahl von Brunnenanlagen zur Verfügung. Nach der Gewinnung wird das Rohwasser in den Wasserwerken Moers-Gerdt und Duisburg Binsheim aufbereitet. Im ersten Schritt der Aufbereitung erfolgt eine Oxidation gelöster Eisen- und Manganpartikel durch Zugabe von Sauerstoff. Die dadurch geflockten Partikel werden dann in einem im zweiten Schritt abfiltriert. In einer zweiten Filterstufe werden eventuell im Wasser vorhandenen Spurenstoffe über eine Aktivkohlefiltration entfernt. Der letzte Aufbereitungsschritt ist die Desinfektion des Wassers mittels UV-Licht. Durch diesen letzten Schritt werden eventuell im Wasser vorhandene Bakterien und Keime neutralisiert. Nach dem Durchlaufen der unterschiedlichen Aufbereitungsschritte erfüllt das Wasser die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Es handelt sich somit von nun an um Trinkwasser. Eine weitere Zugabe von Chemikalien zur pH-Wert Anhebung/Stabilisierung (z.B. Natronlauge, Phosphat) oder einer Verringerung der Wasserhärte ist aufgrund der guten Qualität des Rohwassers nicht notwendig. Wir betreiben diverse Behälteranlagen, aus denen heraus die Versorgung der Kunden mithilfe leistungsfähiger Pumpen erfolgt. Die Verteilung des Trinkwassers erfolgt dann über ein insgesamt ca. 60 km langes Rohrnetz bis zu definierten Übergabestellen an unsere Kunden. Die Wasserverluste bis zu diesen Übergabestellen liegen im Verteilnetz bei ungefähr 1% und damit in einem unkritischen Bereich.
Wasserqualität:
Das von uns gelieferte Trinkwasser erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen. Der Umfang der Trinkwasseruntersuchungen wird gemäß gültiger Trinkwasserverordnung (TrinkwV) festgelegt und mit den zuständigen Gesundheitsämtern abgestimmt. Die von unseren beauftragten Wasserlaboren durchgeführte Analytik geht dabei über das durch die Trinkwasserverordnung geforderte Maß hinaus.
Das Trinkwasser gilt nitratarm und liegt im Härtebereich II (mittlere Härte). Eine Zusammenfassung der aktuellen Jahresdurchschnittswerte (als 12-Monats-Mittel) und Minimal-/Maximal-Werte finden sie hier als Download.
PFAS im Trinkwasser – kurz erklärt:
In den letzten Jahren wird verstärkt über sogenannte PFAS diskutiert. Dabei handelt es sich um eine große Gruppe chemischer Stoffe, die wegen ihrer besonderen Eigenschaften seit vielen Jahrzehnten in vielen Produkten eingesetzt werden. Gleichzeitig stehen sie zunehmend im Fokus von Umwelt- und Gesundheitsdiskussionen.
Was sind PFAS?
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind künstlich hergestellte chemische Verbindungen. Sie kommen unter anderem in folgenden Produkten vor:
PFAS sind chemisch sehr stabil. Dadurch werden sie in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut und können über längere Zeiträume in Böden, Gewässern und teilweise auch im Grundwasser nachweisbar sein.
Warum werden PFAS im Trinkwasser untersucht?
Wenn PFAS in die Umwelt gelangen, können sie unter bestimmten Umständen auch ins Grundwasser und damit in Trinkwasserressourcen gelangen. Deshalb wurden europaweit Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser festgelegt.
Die Trinkwasserverordnung unterscheidet zwei Summenwerte:
Wasserversorger sind verpflichtet, das Trinkwasser regelmäßig zu untersuchen und die Einhaltung dieser Grenzwerte sicherzustellen.
Situation im Versorgungsgebiet:
Die Qualität unseres Trinkwassers wird regelmäßig überwacht. Auch PFAS werden dabei untersucht. Die bisherigen Messergebnisse zeigen, dass die PFAS-Konzentrationen im gelieferten Trinkwasser deutlich unterhalb der künftig geltenden Grenzwerte liegen.
Eine Übersicht der Untersuchungsergebnisse finden Sie hier als Download.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand stellen PFAS keine relevante Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität in unserem Versorgungsgebiet dar.
Fragen, Anregungen oder Beschwerden:
Verbraucherbeschwerden nehmen wir selbstverständlich ernst und gehen dem unverzüglich nach. Was können Sie also als Verbraucher tun, wenn das Wasser verfärbt ist, auffällig riecht, schmeckt oder Beschwerden verursacht? Erster Ansprechpartner ist das in ihrer Kommune für Sie zuständige Wasserversorgungsunternehmen - es wird dem Problem nachgehen. Aber auch wir, als Vorversorger, stehen für Ihre Fragen zur Verfügung, nehmen Störungsmeldungen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr entgegen und sorgen schnellstmöglich für Abhilfe. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.
Risikobewertung und Risikomanagement:
Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur schützen wir unsere Anlagen und Netze selbstverständlich vor potenziellen Risiken. Dabei erfüllen wir alle Vorgaben der zuständigen Behörden und handeln nach den Empfehlungen unseres Branchenverbandes DVGW. Seit 2019 unterziehen wir uns dazu einer wiederkehrenden Prüfung nach TSM - (Technisches Sicherheitsmanagement). Die Umsetzung der TSM-Vorgaben trägt zur Schaffung transparenter Strukturen, zur Erhöhung der Sicherheit gegen Organisationsverschulden und zur Einhaltung der Qualifikationsanforderungen im Unternehmen bei.
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